Mangelernährung

Mangelernährung ist viel häufiger als im Allgemeinen angenommen wird. Neben Essstörungen (z.B. Anorexia nervosa) taucht sie auch bei vielen schweren Erkrankungen als scheinbar unvermeidbares Begleitsymptom auf. Auch alte und pflegebedürftige Menschen gehören zu den gefährdeten Gruppen.

Mangelernährung wird oft nicht wahrgenommen und dafür gibt es gute Gründe…

Auch Personen, die (noch) fit aussehen, können mangelernährt sein.
Bei Patienten mit Krebserkrankungen (onkologische Erkrankungen) gehört es oft schon zum äußerlichen Erscheinungsbild, dass jemand ausgezehrt wirkt. Ob es wirklich dazu kommen muss, fragt man sich häufig nicht mehr.
Die Behandlung der eigentlichen Krankheit kann so aufwendig und belastend sein, dass für das Thema Ernährung wenig Raum und Energie bleibt.
Es gibt viel zu selten eine systematische Suche nach Mangelernährung und angemessene Behandlung durch Ernährungsexperten.
Ein angemessener Ernährungszustand ist allerdings unverzichtbar.

Wozu ein guter Ernährungszustand?

…nur so hat man als ansonsten Gesunder die Kraft, das eigene Leben zu bewältigen.
Es sind bei Mangelernährung schon nach kurzer Zeit Schäden an Muskeln und Organen zu erwarten. Der Körper ernährt sich von der eigenen Substanz.
Die Therapie bei schweren Erkrankungen bedeutet für Körper und Seele Höchstbelastungen (Operationen, Chemotherapie, Bestrahlung). Das körpereigene Abwehrsystem, die Selbstheilungsfähigkeiten und nicht zuletzt der Wille zum Gesundwerden sind auf eine adäquate Zufuhr an Nährstoffen angewiesen.