Kosten der Operation und Kostenübernahme

Ein chirurgischer Eingriff kostet je nach Verfahren mehrere Tausend Euro. Dazu kommen Kosten für den Krankenhausaufenthalt und eventuelle Folgekosten. Die Adipositas-Chirurgie ist zwar schon seit vielen Jahren bekannt, die Krankenkassen in Deutschland übernehmen aber nur bei ca. 1/3 aller Patienten die Kosten. Um größtmögliche Chancen auf eine Kostenübernahme zu haben, sollten folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • BMI > 40 oder > 35 bei Vorliegen mindestens einer Folgeerkrankung durch die Adipositas, z.B. Diabetes mellitus Typ 2
  • Teilnahme ohne Erfolg an mindestens einem sechs- bis zwölfmonatigen sog. multimodalen Therapieprogramm, das die Bereiche Ernährung, Bewegung und Verhalten abdeckt (z.B. M.O.B.I.L.I.S. oder DOC WEIGHT®)
  • Gutachten des behandelnden Arztes über den Krankheitsverlauf
  • Gutachten eines Psychiaters oder Arztes für psychosomatische Medizin, in welchem Kontraindikationen ausgeschlossen werden und der Eingriff empfohlen wird
  • Gutachten eines Chirurgen, der den Eingriff empfiehlt
  • Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe Adipositas über mindestens sechs Monate
  • Nachsorge nach dem chirurgischen Eingriff muss sichergestellt sein
  • Bei der Entscheidung für eine operative Maßnahme sollten Sie deshalb am besten sofort mit der Sammlung von Arztbriefen, Befundschreiben usw., die mit der Adipositas in Verbindung stehen, beginnen. Von der Antragsstellung bis zur tatsächlichen Operation können trotzdem noch ein bis zwei Jahre vergehen.