Skip to content

Ernährungsmedizin

Ernährungsmedizin


Unverträglichkeiten

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind alle reproduzierbaren, unerwünschten und unerwarteten Reaktionen, die nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auftreten.

Bei den Nahrungsmittelunverträglichkeiten wird unterschieden zwischen Nahrungsmittelallergien und nicht allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Zu den Nahrungsmittelallergien gehören z.B. Kuhmilchallergie, Hühnereiallergie, Fisch-/Meeresfrüchteallergie, Erdnussallergie, Sojaallergie etc.
Zu den nicht allergischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten gehören z.B. Histaminintoleranz, Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption, Sorbitunverträglichkeit, Pseudoallergische Nahrungsmittelintoleranzen etc.

Die Symptome von Nahrungsmittelunverträglichkeiten erstrecken sich von Ausschlag (Urtikaria), Juckreiz, Schwellungen, Quaddelbildung, über Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Krämpfe, Völlegefühl und Durchfall, bis hin zu Dermatitis.
Diese Symptome treten von Mensch zu Mensch unterschiedlich auf und unterscheiden sich hinsichtlich Stärke, Häufigkeit und Zeit nach der Nahrungsaufnahme.
Meist lassen sich die Symptome durch Nahrungsumstellung und das richtige Wissen verhindern, bzw. mindern.

Durch strukturierte und individuelle Beratung durch unsere Ernährungsfachkräfte helfen wir Ihnen hinsichtlich Ihrer Ernährungsgewohnheiten umzudenken, umzulernen und vor allem sich umzugewöhnen.
In persönlichen Gesprächen vermitteln wir Ihnen Kenntnisse über Vorkommen in Lebensmitteln, die allergene Potenz, Kennzeichnung/Deklaration, Veränderungen durch Verarbeitungsprozesse und ernährungsphysiologische bzw. küchentechnische Alternativen.
Durch das Führen von Ernährungs- und Symptomtagebüchern lernen Sie Zusammenhänge zwischen der Ernährung und dem Auftreten Ihrer Symptome zu erkennen.

Vereinbaren Sie gerne einen Termin bei unseren Ernährungsfachkräften zur individuellen Beratung.


Schwangerschaft

Die empfohlene Ernährung in der Schwangerschaft entspricht den gleichen Ernährungsempfehlungen wie für jeden gesunden Menschen.
Eine Schwangere benötigt aber mehr Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß.

Grundsätzlich gilt:

Schwangere sollten für zwei essen, aber nicht die Menge, sondern die Nährstoffe!

Ernähren Sie sich vielseitig, abwechslungsreich mit reichlich Gemüse und Rohkost um Ihren Mehrbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen zu decken. Obst als großer Vitaminspender sollten Sie in kleineren Portionen über den Tag verteilt verzehren.
Bevorzugen Sie Vollkornprodukte bei Brot, Nudeln und Reis. Durch die Verarbeitung des vollen Korns haben diese einen besonders hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen.
Genießen Sie Ihre Mahlzeiten in Ruhe und ziehen Sie 6 kleinere Mahlzeiten 3 großen Portionen vor.
Achten Sie außerdem darauf ausreichend zu trinken. Die Trinkmenge sollte täglich 2-3 Liter betragen.

Ideale Nahrungszusammensetzung während der Schwangerschaft:

Wie für jeden gesunden Menschen sollte sich Ihre Ernährung wie folgt zusammensetzen:

  • 50 – 60 % Kohlenhydrate
  • 20 – 25 % Eiweiß (leicht erhöhter Bedarf)
  • 20 – 30 % Fett

Kohlenhydrate:

Diese lassen sich in einfache und komplexe Kohlenhydrate unterteilen.
Komplexe Kohlenhydrate lassen den Blutzucker langsam ansteigen, erzeugen länger ein Sättigungsgefühl und sind reich an Ballaststoffen, Vitaminen & Mineralstoffen. Diese sollten Sie während der Schwangerschaft bevorzugen. 
Zu den komplexen Kohlenhydraten gehören z.B. Vollkornprodukte, Vollkornbrot, Kartoffeln, Vollkornnudeln, Naturreis und Hülsenfrüchte.

Einfache Kohlenhydrate bewirken einen schnellen Blutzuckeranstieg, führen schneller wieder zu Hunger und sind meist weniger reich an wichtigen Nährstoffen. Genießen Sie diese deshalb nur in Maßen.
Zu den einfachen Kohlenhydraten gehören z.B. Haushaltszucker, Honig, Marmelade, Süßigkeiten und Weißmehlprodukte.

Eiweiß:

Eiweiß wird zum Aufbau aller Körperzellen benötigt, deshalb besteht in der Schwangerschaft ein leicht erhöhter Bedarf. Deswegen sollten eiweißhaltige Lebensmittel möglichst in jeder Mahlzeit enthalten sein.

Zu den eiweißreichen, tierischen Lebensmitteln gehören z.B. Milch, Milchprodukte, Käse, Eier, Fleisch und Fisch. Bevorzugen Sie hier vor allem fettarme Milch-/Milchprodukte, mageres Fleisch und magere Wurst.

Zu den eiweißreichen, pflanzlichen Lebensmitteln gehören z.B. Getreide, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse.

Fette:

Der Fettbedarf in der Schwangerschaft ist nicht erhöht. Wichtig ist hier allerdings die Zusammensetzung der Fette.

Sprich: Fettqualität vor Fettquantität!

Fette werden unterteilt in einfach ungesättigte, mehrfach ungesättigte, gesättigte und Trans-Fettsäuren. Günstig ist es einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren in der Ernährung zu haben.

Einfach ungesättigt
Sehr gute Fette

Mehrfach ungesättigt
Gute Fette

Gesättigt & Trans-FS
Schlechte Fette

  • Rapsöl
  • Olivenöl
  • Sojaöl
  • Erdnussöl
  • Sonnenblumen-kernöl
  • Distelöl, Leinöl, Walnussöl
  • Kürbiskernöl
  • Fische
  • Speck, Butter, Sahne
  • Fettreicher Käse
  • Fettreiches Fleisch
  • Pizza, Chips, Süßigkeiten

► die Fette aus der linken Spalte sollten den Großteil des gesamten Fettes
     ausmachen
► Fette der mittleren Spalte wirken positiv auf die Blutfette, können sich aber bei zu
     hoher Zufuhr negativ auswirken
► Besonders günstig ist fettreicher Fisch, dieser enthält viele wertvolle
     Omega-3-Fettsäuren und sollte mind. 1x in der Woche verzehrt werden
► die Fette der rechten Spalte sollten möglichst wenig verzehrt werden, sie
     enthalten ungünstige Fette und meist viele Kalorien

Vitamine und Mineralstoffe:

Der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen ist in der Schwangerschaft erhöht. Durch eine vielseitige und abwechslungsreiche Ernährung mit viel frischen Obst und Gemüse, kann dieser aber in der Regel gedeckt werden.

Engpässe können bei der Versorgung mit Kalzium, Magnesium, Eisen, Folsäure und Jod entstehen. Sprechen Sie die Einnahme von Nahrungsergänzung aber grundsätzlich immer mit Ihrem Frauenarzt ab.
Empfehlenswert ist meist eine Einnahme von Folsäuretabletten vor und während der Schwangerschaft.

Tipps zur guten Versorgung:

  • Essen Sie täglich Obst und Gemüse
  • Achten Sie auf schonende Zubereitung
  • Bevorzugen Sie frisches & rohes Obst oder Gemüse gegenüber Kompotten, Konserven oder Erhitztem
  • Waschen sie Obst gründlich und essen Sie es mit Schale
  • Bevorzugen Sie Getreideprodukte als Vollkorn
  • Nehmen Sie täglich fettarme Milch und Milchprodukte zu sich
  • Verwenden Sie jodiertes Speisesalz
  • Essen Sie mind. 1x pro Woche Meeresfisch (ruhig fettreich)

Kritische Lebensmittel in der Schwangerschaft:

In der Schwangerschaft gibt es einige Lebensmittel die unter Umständen nachteilige Wirkungen auf die Mutter oder das Kind haben können. Hierzu zählen vor allem rohe oder unzureichend erhitzte Lebensmittel. Diese können eventuell Bakterien enthalten welche die Gesundheit gefährden können.

Hier eine Übersicht über Lebensmittel die für Schwangere nicht geeignet sind:

  • Cola
  • Rohes Fleisch (Mett, Tartar, Rohwürste, roher Schinken,…)
  • Rohe Eier
  • Roher Fisch (Sushi, Muscheln, Meeresfrüchte,…)
  • Leber & Niere von Rind, Schwein und Geflügel
  • Rohmilch & Rohmilchkäse
  • Weichkäse (Romadur, Limburger, Harzer Roller, Camembert, Brie,…), hier vor allem die Rinde abschneiden
  • Hygienisch bedenkliche Lebensmittel (dreckiges Gemüse, dreckiger Salat,…)
  • Unzureichend erhitze Lebensmittel

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft:

Die Schwangerschaft ist kein geeigneter Zeitpunkt für eine Diät oder zum Abnehmen. Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat sollten Sie ca. 250 Kalorien am Tag mehr essen. Dies entspricht z.B. einem Brot/Brötchen mit Käse oder 2 Gläsern Milch.

Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft kann sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich sagt man das eine Zunahme von 11 – 16 kg vollkommen normal ist. Diese zusätzlichen Kilos entstehen durch Kind, Gebärmutter, Plazenta, Fruchtwasser, zusätzliche Blutmenge, Flüssigkeitsansammlungen und Fettdepots unter der Haut.

Gerne Beraten wir Sie in unserer Praxis ausführlich über eine ausgewogene und gesunde Ernährung während Ihrer Schwangerschaft.


Cholesterin

Erhöhte Cholesterinwerte / Blutfette schädigen auf Dauer die Gefäße und erhöhen so das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.
Gerne informieren wir Sie in unserer Praxis darüber wie Sie Ihre Cholesterinwerte positiv beeinflussen können. Von der Verordnung der jeweiligen Medikamente, bis hin zu den individuellen Einflussmöglichkeiten Ihrerseits. Unsere Ernährungsfachkräfte beraten Sie über die Möglichkeiten der Beeinflussung Ihrer Cholesterinwerte durch Ernährung, Bewegung und Gewichtsabnahme bei Übergewicht. Wir unterstützen Sie individuell bei der Umstellung Ihrer Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltensgewohnheiten.


Bluthochdruck

Bluthochdruck (= Hypertonie) bietet ein breites Behandlungsspektrum. Neben Medikamenten, kann Bluthochdruck außerdem sehr gut durch Sie selbst durch die richtige Ernährung, Gewichtsabnahme bei Übergewicht, körperliche Bewegung, Stressreduktion und vieles mehr positiv beeinflusst werden.

Neben der medizinischen und ärztlichen Behandlung bieten wie Ihnen sowohl Gruppenschulungen, als auch Einzelberatungen durch unsere qualifizierten Ernährungsberaterinnen an.
Bei uns lernen Sie wie Sie persönlich Ihren Bluthochdruck behandeln können.
Von der korrekten Blutdruckmessung, über die Ernährung, bis hin zur Bewegung oder anderen Faktoren welchen den Bluthochdruck günstig beeinflussen, werden Sie von uns umfassend beraten.

Bluthochdruckschulungen bieten wir Ihnen in regelmäßigen Abständen zu verschiedensten Tageszeiten an. Dort werden Sie durch unsere geschulten Fachkräfte  über die Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt und können Erfahrungen mit anderen Teilnehmern austauschen.
Da bei Diabetes, aufgrund des erhöhten Risikos für Folgeerkrankungen, auch der Bluthochdruck eine wichtige Rolle spielt, bieten wir Ihnen zusätzlich kombinierte Schulungen an. In diesen wird sowohl die Behandlung des Diabetes, als auch die des Bluthochdrucks thematisiert.
Gerne beraten wir Sie auch individuell in Einzelgesprächen, falls die regelmäßige Teilnahme an einer Gruppenschulung für Sie nicht möglich ist.

Bei Rückfragen und Information über Schulungstermine können Sie sich gerne an unser Praxisteam wenden.
Termine über aktuelle und zukünftige Schulungen finden Sie außerdem auf dieser Internetseite unter der Kategorie Service → Schulungstermine.

Im Folgenden haben wir für Sie eine kurze Übersicht über Normwerte, Behandlungsmöglichkeiten und mögliche Folgen des Bluthochdrucks zusammen gestellt:

Grenzwerte bei Bluthochdruck:

130-140 / 80-85 mmHg

Maßnahmen zur Behandlung des Bluthochdrucks:

  • Ernährungsumstellung (gesunde Ernährung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren)
  • Kochsalzreduktion (< 6g Kochsalz / Tag)
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Körperliche Bewegung (3-4 x wöchentlich, 30-45 min.)
  • Eingeschränkter Alkoholkonsum
  • Stressreduktion
  • Nikotinentwöhnung

Mögliche Folgen des Bluthochdrucks:

  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Herzschwäche
  • Nierenerkrankungen
  • Gefäßveränderungen

Durch gezielte Medikamentengabe und den richtigen Umgang im Alltag können die oben genannten Folgeerkrankungen verhindert werden.


Akupunktur

Akupunktur ist Teil der Lehre von der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Bei einer Vielzahl von Beschwerden, die durch die westliche Schulmedizin nicht oder nicht ausreichend behandelt werden können, werden mittels Akupunktur Therapieerfolge erzielt. Inzwischen ist Akupunktur in der westlichen Medizin unter anderem zur Behandlung von Schmerzen anerkannt. Bei chronischen Schmerzen der Knie sowie der unteren Lendenwirbelsäule übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung durch Dr. Keuthage.